Mäuse

Test: Logitech G400 Maus

Geschrieben von am Samstag, 24. November 2012, gepostet unter Mäuse, Tests

Mit der G400 Gaming Maus stellte Logitech vor einiger Zeit ihren „Quasi-Nachfolger“ für die überaus erfolgreiche Logitech MX 518 Gaming Maus vor. Anlass genug für uns, die G400 einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, sind wir in unserer Redaktion doch allesamt nach wie vor große Fans der MX518 und benutzen diese zum Teil auch heute noch sehr gerne.

Zuverlässige Technik und ausgezeichnete Präzision

 
„Quasi-Nachfolger“, diesen Begriff haben wir bewusst gewählt weil die G400 zum einen augenscheinlich exakt die gleiche Bauweise hat wie die MX518, und sich zum anderen auch in der gleichen Preiskategorie befindet, nämlich im Bereich zwischen 30 und 35 EUR. Ein Unterschied zur MX518, der sogleich ins Auge sticht, ist allerdings die Tatsache, daß die G400 nicht mehr das – zugegebenermassen etwas gewöhnungbedürftige – Farbschema der MX518 hat, sondern farblich in zwei recht schlichten grau/anthrazit-Tönen gehalten ist. Außerdem sehen wir auf der Verpackung, daß sich die DPI-Anzahl gegenüber der MX518 von 1800 auf 3600 DPI verdoppelt hat.

Was dann bei der ersten Fühl-Probe auffällt, ist die Oberflächenbeschaffenheit der G400, welche einen Tick weniger griffig ausgefallen ist. Zum Glück aber nicht so rutschig wie die für unseren Geschmack bei diesem Aspekt zu glatte G500, aber trotzdem noch griffig genug um unseren postitiven Ersteindruck zu bestätigen, was auch daran liegt, daß wir bei unserem ersten Antesten auf dem Windows-Desktop sogleich feststellen, daß bei den Buttons und der ausgezeichneten Ergonomie tatsächlich alles beim Alten geblieben ist. Nach wie vor gibt es zusätzlich zu den obligatorischen 3 Standard-Mausbuttons (links, rechts, klickbares Mausrad) noch 2 kleine Buttons über und unter dem Mausrad zum Verstellen der DPI-Zahl, einen weiteren Extra-Button oben mittig, plus 2 seitliche Zusatz-Buttons, die standardmässig so belegt sind, daß man mit ihnen innerhalb eines Dokuments oder Browsers vor- und zurückspringt.

Ein würdiger Nachfolger der MX 518? Wir finden: Ja!

 
Nun gut, soweit scheint ja tatsächlich im Prinzip alles beim Alten geblieben zu sein im Vergleich mit der MX518. Dann wollen wir doch bei einer gepflegten Zock-Session mal schauen, ob sich dieser Eindruck auch im Gaming-Einsatz bestätigt. An dieser Stelle sei erwähnt, daß ich persönlich die MX518 ja unter anderem deshalb so gut fand weil sie mehr oder weniger genau die Anzahl von Buttons bietet, die ich als alter Maus-Grobmotoriker noch gut auf die Reihe bekomme. Gaming-Mäuse mit mehr als 4 seitlichen Buttons zusätzlich zu den 3 Standard-Buttons führen bei mir nämlich schnell zu diversen Fehl-Klicks aufgrund von Daumen-koordinativer Total-Überforderung. Also gut, wir verbringen zunächst einmal einige Zeit mit dem Belegen der einzelnen Tasten und stellen die einzelnen DPI-Stufen mit Hilfe der downloadbaren Software so ein, daß wir zwischen 3.600 DPI und 1000 DPI mit einem einzigen Klick hin- und her-switchen können. Eine durchaus probate Methode um zum Beispiel bei einem Ego-Shooter immer die ideale Empfindlichkeit der Maus parat zu haben, zum Beispiel bei Switchen zwischen normaler Gefechts-Situation und Sniper-Gewehr.

Nach einigen Stunden gepflegter Shooter-Unterhaltung sind wir dann auf jeden Fall sicher: Ja, die G400 ist in der Tat ein würdiger (weil sehr eng verwandter) Nachfolger der MX518. Auch in hektischen Spiele-Situationen, und noch dazu unabhängig vom gewählten Mauspad, macht die G400 immer exakt was sie soll, und auch exakt das, was man von ihr erwartet, und zwar mit absoluter Präzision und Zuverlässigkeit ihren Dienst tun.
 

 

Ausstattung nur Durchschnitt, Handling und Verarbeitung TOP

 
Bei der Ausstattung liegt die G400 mit ihren 8 (übrigens frei belegbaren) Buttons, ihrem ausschliesslich vertikal scrollenden Mausrad, ihrem nicht verstellbaren Gewicht und auch aufgrund des Fehlens eines internen Speichers zwar eher im Mittelfeld in diesem Preissegment, allerdings macht sie dieses Manko in unseren Augen mehr als wett durch ihre herausragende Ergonomie, die vor allem Rechtshändern einen exzellenten Bedienkomfort bietet. Zudem verfügen sämtliche Tasten über einen klar definierten, sinnvoll gesetzten Druckpunkt und sind im Eifer des Gefechts außerdem sauber auseinanderzuhalten. Ein Aspekt, den man nicht unbedingt von jeder Gaming-Maus so behaupten kann. Insbesondere die beiden Daumen-Tasten stechen hier in positiver Weise heraus und lassen sich deutlich besser ertasten als zum Beispiel die eng beieinander liegenden Daumentasten der Razer Naga, oder die mit einem schlechten Druckpunkt ausgestatteten und zu stark ineinander verstrickten Daumen-Tasten der Logitech G500.

Die mittleren Tasten der G400 lassen sich für unser Empfinden für Leute mit mittelgroßen Händen gut erreichen, wenngleich die oberste mittlere Taste vielleicht ein kleiner Härtefall ist. Wer große Hände hat, sollte an dieser Stelle vielleicht erst einmal probefühlen im Elektromarkt seines Vertrauens und dann selbst urteilen, ob das für ihn so passt oder nicht.

Die Seitenteile der G400 weisen eine Gummierung auf, was natürlich zu einer Erhöhung der Griffigkeit an diesen Stellen führt und die (für unseren Geschmack) ein wenig zu glatte Oberfläche in der Mitte wieder gut kompensiert. An der Unterseite der G400 befinden sich kleine Teflon-Füsschen, die in unserem Test auf sämtlichen Mauspads eine gute Gleitfähigkeit aufweisen und keinen Grund zur Beanstandung liefern.

Hervorzuheben ist noch die hochwertige Verarbeitung der G400. Alle Tasten reagieren stets zuverlässig und zeigen auch nach mehreren Tagen ausgiebigen Testens keinerlei Schwächen, weder funktional, noch akustisch (manch Konkurrenz-Produkt neigt hier durchaus mal zu kleinen Quietsch- oder Fiep-Geräuschen beim Betätigen der Tasten oder beim Bewegen der Maus). Alle Teile der G400 sind überaus hochwertig und stabil gefertigt und zusammengesetzt worden und geben keinerlei Anlass zur Kritik.

Die Logitech G400 Gaming-Maus ist aktuell für 30-35 EUR im Handel erhältlich, zum Beispiel bei Amazon.de.

Wer generell Logitech-Mäuse bevorzugt, aber gerne eine noch etwas besser ausgestattete Maus hätte, bei der sich unter anderem das Gewicht anpassen lässt, der kann auch einmal einen Blick werfen auf die Logitech G500. Wer mit Logitech-Mäusen nicht so viel am Hut hat, der kann auch die Sharkoon FireGlider und die A4Tech XL-747H in die nähere Auswahl rücken.

 

Fazit:

Abschliessend können wir der Logitech G400 Gaming Maus ein außerordentlich gutes Zeugnis ausstellen. Sie bietet eine ausgezeichnete Präzision, gepaart mit einer nahezu perfekten Ergonomie, tadelloser Verarbeitung und tollem Handling.

Wer die – mittlerweile aus den meisten Läden verschwundene – MX518 mit einem würdigen Nachfolger ersetzen möchte, der liegt hier goldrichtig und kann bedenkenlos zugreifen.”

 

Positiv:

Negativ:

+ Der Quasi-Nachfolger des Topsellers MX518, an sich fast identisch, aber mit neuem Farbschema, anderem Oberflächenmaterial und doppelter DPI-Zahl

+ Sehr gute Ergonomie

+ Sehr hohe Präzision

+ Keine unnötig vielen Daumen-Tasten (manchmal ist weniger mehr)

+ Gutes Preis-Leistungsverhältnis

- Oberfläche in der Mitte ein bisschen rutschig

- Gewicht unveränderlich

- dünnes und dadurch kaum steifes Kabel

 

Logitech G400 Gaming Maus – Bildergalerie:

 

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