Game Capture

Test: Elgato Game Capture HD

Geschrieben von am Donnerstag, 2. Mai 2013, gepostet unter Game Capture, Lets Play - Equipment, Tests

In den vergangenen Jahren sind sogenannte Let’s Play-Videos (vom Spieler parallel mitkommentierte Mitschnitte von Computer- und Videospielen) auf Video-Plattformen wie Youtube immer populärer geworden und das für diesen Zweck erforderliche technische Equipment (Capture-Devices, Gaming-Headsets etc.) erfuhr in diesem Zuge ebenfalls einen Boom.

Die Elgato Game Capture HD ist eine überaus potente, kompakte Box für das Capturing von HD-Videomaterial von PC- und Konsolenspielen

Die Elgato Game Capture HD ist eine überaus potente, kompakte Box für das Capturing von HD-Videomaterial von PC- und Konsolenspielen

 

HD-Video Capturing in überragender Bildqualität, und das Ganze bei überaus einfacher Einrichtung und Bedienung

 
Mit dem Elgato Game Capture HD stellt die in Sachen Video-Capturing nicht ganz unbeschriebene Firma Elgato eine kleine, kompakte Box vor, die das Aufnehmen von Spieleszenen von PC, XBOX360, Wii, Wii U und Playstation 3 über HDMI und YUV erlaubt. Neben der offensichtlichen Kern-Kompetenz des Elgato Game Capture HD (der Begriff Game Capture ist nicht nur Zierde) erlaubt die kompakte Box natürlich auch die Aufnahme von diversen, anderen Signalen, die ihr über YUV oder HDMI zugeführt werden. Die einzige Einschränkung an dieser Stelle ist der (Lets Playern sicherlich bereits bekannte) Umstand, daß HDCP- (High Definition Copy Protection ist ein bei vielen Geräten über HDMI integrierter Kopierschutz) geschützte Signale natürlich mal wieder nicht gecaptured werden können. Damit nun auch Spielszenen von PS3-Spielen (die PS3 ist über HDMI auch standardmässig HDCP-geschützt) aufgenommen werden können, weicht die Elgato Game Capture HD wie sämtliche Konkurrenz-Produkte auf den Umweg YUV aus.

YUV, oder auch Komponente, ist ein älteres, dreigeteiltes (Rot, Grün, Blau), analoges Videokabel, mit dem aber auch HD-Signale in 720p und bis zu 1080i (theoretisch sogar 1080p) übertragen werden können. Ton wird über YUV nicht übertragen, hier muss bei Game Capture-Geräten in der Regel auf Klinke, Cinch oder ODT (optisches Digitalton) ausgewichen werden. Im Falle der Elgato Game Capture HD hat man an dieser Stelle die Wahl zwischen einem speziellen Adapterkabel für die PS3 und einem allgemeinen YUV- Adapterkabel für andere Geräte (z.B. Nintendo Wii oder auch HDTV-Receiver) welche beide im Lieferumfang enthalten sind. Für den Anschluss der PS3 wird besagtes Adapterkabel an den AV-Ausgang der Playstation 3 angeschlossen, welches dort sowohl Bild (YUV) als auch Ton (Cinch) abgreift, welches dann wiederrum an den dafür vorgesehenen AV-Eingang an der Elgato Game Capture HD-Box angeschlossen wird.

Dank Hardware-Encoding durch die Elgato Game Capture Box erfordert das Capturing von HD-Material im Gegensatz zu manchem Konkurrenten keinen High End PC

Dank Hardware-Encoding durch die Elgato Game Capture Box erfordert das Capturing von HD-Material im Gegensatz zu manchem Konkurrenten keinen High End PC

 

Einfache Einbindung eigener Kommentare für LetsPlayer. Vielfältige und komfortable Einstellungen für das Bild und die Video-Formate.

 
Abgesehen von den eigentlichen Spielszenen möchten die meisten LetsPlayer nun aber natürlich ihren eigenen „Senf“ dazugeben. Sprich: Der parallel zum Spielgeschehen aufgenommen Kommentare und Gefühlsregungen des jeweiligen Spielers sollten, wenn möglich, auch gleich mit rein in das aufgenommene Video. Hier bietet die Elgato Game Capture HD LetsPlayern die komfortable Möglichkeit, die aktuell laufende Aufnahme gleich parallel mit einer zusätzlichen Tonaufnahme zu verknüpfen, welche optional mit Hilfe des am PC/Mac angeschlossenen Mikrofons befüttert wird. Hierzu wählt man in der (zwar nicht mitgelieferten, aber gratis herunterladbaren und circa 100MB großen) Software einfach das angeschlossene/gewünschte Mikrofon oder Headset aus und stellt bei Bedarf noch schnell ein, ob der Spiele-Ton entsprechend leiser gestellt werden soll (damit der Kommentar des Letsplayers besser zu verstehen ist) und schon kann es losgehen mit der Aufnahme der eigenen LetsPlay-Videos. Der Speicherort der jeweiligen Rohdaten (noch nicht umcodierte Videos werden zunächst einmal in jeweils circa 4GB großen MPEG2-Video-Dateien in .TS-Containern abgespeichert) kann frei gewählt werden.

 
Die Benennung der Videos (samt gewünschter Tags für einen eventuellen Upload auf Youtube) kann ebenfalls erfreulich einfach vorgenommen werden. In den Video-Optionen werden die üblichen Qualitäts-Einstellungen für Auflösung, Bitrate (nennt sich hier ganz einfach „Bildqualität“ und ist von schlecht über mittel bis optimal regelbar), HDMI-Farbraum (Standard oder erweitert) und sonstige Bild-Eigenschaften (Helligkeit, Kontrast, Farbstärke, Farb-Tint) eingestellt. Beim HDMI-Farbraum sollte man sicherstellen, daß man den jeweils passenden Farbraum für das Gerät wählt, deren Signal man aufnehmen möchte. Hat man hier den „falschen“ Farbraum gewählt, so kann sich dies unter anderem in Form eines schlechten/verfälschten Schwarz-Wertes bemerkbar machen. Da das Live-Bild entsprechend der gewählten Einstellungen sogleich aktualisiert wird, kann man hier auch gerne ein wenig herumprobieren bis man das Bild so hat wie man es haben möchte, bzw. bis es genau so aussieht wie man es auf dem Fernseher gewohnt ist.

Die übersichtliche Software ist einfach zu bedienen, bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten und läuft zudem überaus stabil

Die übersichtliche Software ist einfach zu bedienen, bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten und läuft zudem überaus stabil

 

Nicht nur beim Thema Kabel-Management sieht die Konkurrenz richtig alt aus

 
A propos Fernseher. Damit das (auf dem PC/Mac um einige Sekunden zeitverzögert dargestellte) Bild, das in der Aufnahme-Software angezeigt wird (dies ist übrigens vollkommen normal und ist der vergleichsweise langsamen Übertragungsrate von USB 2.0 geschuldet und betrifft alle Capture-Geräte, die auf diese Weise mit einem Computer verbunden sind) auch noch gleichzeitig und darüber hinaus NICHT zeitverzögert auch auf dem Fernseher (auf dem man weiterhin ganz normal spielt) sichtbar ist, bietet die Elgato Game Capture HD-Box dem User die Möglichkeit, das eingespeiste Signal über HDMI (und NUR über HDMI) an den Fernseher durchzureichen. Dieses „Durchschleifen“ des Signals ist auch von sämtlichen, anderen, die Verwendung eines Computers erfordernden Game Capture-Geräten bekannt und ist auch notwendig da man ansonsten ja kein Live-Bild des Spielgeschehens hätte und dementsprechend garnicht spielen könnte.

Im Gegensatz zur Konkurrenz macht die Elgato Game Capture HD an dieser Stelle aber eine Sache deutlich besser. Und zwar das Kabel-Management. Dadurch, daß hier in der Regel nur die im Lieferumfang enthaltenen Kabel involviert sind, entfällt der von anderen Capture-Geräten gewohnte Kabelsalat, welcher sonst vor allem durch die vielen YUV-Kabel zustand kommt. Im Falle der Elgato Game Capture HD sind hier aber nur zwei HDMI-Kabel (bzw das erfreulich kompakte Adapterkabel für die PS3) und ein Mini-USB-> USB-Kabel für die Verbindung zum PC am Werk. Mit anderen Worten: Verglichen mit dem üblichen Kabel-Tohuwabohu anderer Game Capture-Geräte bleibt bei der Elgato Game Capture HD alles aufgeräumt und übersichtlich und man läuft zu keiner Zeit Gefahr, die eigene Behausung in einen Kabel-Dschungel aus YUV-Kabeln zu verwandeln.

Die Verkabelung gelingt schnell und unkompliziert und ohne den von anderen Capture-Geräten gewohnten Kabelsalat

Die Verkabelung gelingt schnell und unkompliziert und ohne den von anderen Capture-Geräten gewohnten Kabelsalat

 

Per (nachkaufbarem) Adapter auch geeignet für Retro-Gamer. Die Software erlaubt einfache Video-Bearbeitung.

 
Insgesamt sind also trotz ausbleibendem Kabelsalat alle Gruppen von LetsPlayern gut versorgt mit den nötigen Anschlussmöglichkeiten. Auch die RetroGame-LetsPlayer schauen nicht in die Röhre. Eine Anschlussmöglichkeit für Cinch- oder SVHS-Kabel (wie zB bei den guten, alten 16-Bit Konsolen wie Nintendo SNES oder SEGA Mega Drive oder VHS-Recordern) sucht man im Auslieferzustand zwar vergeblich. Für die Aufnahme von solchem SD-Material bietet Elgato aber neuerdings einen speziellen Adapter in ihrem eigenen Web-Shop an (LINK), der diese Möglichkeit nachliefert. Zusätzlich zum Erwerb dieses Adapters muss man dann noch mindestens Version 1.2.1 der Elgato-Capture-Software installiert haben damit die Optionen “Aufnahme über Composite” und “Aufnahme über S-Video” angewählt werden können. Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im entsprechenden “Knowledge Base-Artikel” auf der Elgato-Website.

Wer auschliesslich Retro-Spiele capturen möchte, für den reicht dann allerdings auch schon der Griff zu einem simplen USB-Grabber-Stick wie zB dem Elgato Video Capture, USB 2.0 welche in der Regel auch deutlich weniger kosten als die Elgato Game Capture HD, und zwar normalerweise maximal 70-80 EUR.

Neben den ganz normalen Capture-Vorgängen verfügt die Software übrigens auch über eine Timeshift-Funktion (hier Flashback-Aufnahme genannt), welche es einem erlaubt, auch rückwirkend (ab dem Start der Software) Szenen aufzunehmen ohne daß man bereits explizit den Aufnahme-Knopf betätigt hätte. Ein sehr hilfreiches Feature für den Fall, daß man mal vergessen sollte, die Aufnahme zu starten oder für den Fall, daß bereits vor dem geplanten Aufnahmezeitpunkt etwas Sehenswertes passiert ist.

 
Nach Abschluss des Capture-Vorgangs kann mit Hilfe der in der Software integrierten Bearbeitungstools (hierbei handelt es sich um eine rudimentäre Schnitt-Software. Nicht zu vergleichen mit professionellen Tools wie Adobe Premiere Pro oder Final Cut, aber für simple Schnitte und sogar einfache Überblend-Effekte sind die nötigen Werkzeuge vorhanden) noch ein wenig Cutting-Arbeit durchgeführt werden und der abschliessende Codierungsvorgang (für eine optimierte Darstellung auf dem gewünschten Gerät bzw. auf der gewünschten Video-Plattform) in Auftrag gegeben werden. Je nach Hardware-Power des verwendeten Computers dauert die Codierung des Videos (in eines von zahlreichen vordefinierten Formaten) normalerweise in etwa genau so lange wie die Laufzweit des Videos an sich. Bei einer halben Stunde aufgenommenem Material sollte man also entsprechend noch einmal mindestens eine halbe Stunde Codierung mit einkalkulieren. Plus gegebenenfalls die entsprechende Upload-Zeit zu einer Video-Plattform wie Youtube.

Die Software erlaubt nach dem eigentlichen Capture-Vorgang auch noch die Bearbeitung des Materials und deren Bereitstellung für diverse Geräte und Video-Plattformen

Die Software erlaubt nach dem eigentlichen Capture-Vorgang auch noch die Bearbeitung des Materials und deren Bereitstellung für diverse Geräte und Video-Plattformen

 

Streaming via twitch.tv. Ingesamt erfreulich kleiner Hardware-Hunger der kompakten, schwarzen Box.

 
Neben der Bereitstellung der Videos für eines von vielen Endgeräten oder Video-Plattformen (hier gibt es unter anderem Presets für verschiedene Media-Player, iDevices, Smartphones oder Tablet-PCs, Geräte wie Apple TV oder auch für Youtube) hat man zusätzlich noch die Möglichkeit, die eigenen Spieleszenen (die nötige Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses vorausgesetzt) mit Hilfe der Streaming-Plattform Twitch.tv parallel zum Spielen mitsamt des eigenen Kommentars zu Streamen. Dies gelingt, je nach Geschwindigkeit des eigenen Internet-Anschlusses mit Upload-Raten, die auch HD-Auflösungen mit der nötigen Bildqualität streamen, die erfüllt sein sollte damit die geneigten Zuschauer am Ende auch wirklich genug erkennen können und nicht nur Pixelbrei zu sehen bekommen.

Stichwort „Pixelbrei“: Von diesem Begriff ist die Bildqualität der von der Elgato Game Capture HD aufgenommenen Videos so weit entfernt wie die Erde vom Mars. Um es ganz klar auszudrücken: Die letztendliche Bildqualität der Captures ist sagenhaft und stellt die Ergebnisse der gesamten Konkurrenz ziemlich locker in den Schatten. Wer alles richtig eingestellt hat (HDMI-Farbraum beachten und die Qualitätsstufe auf „Beste“ setzen!), kommt erstmal aus dem Staunen nicht mehr heraus. Die Bildqualität kann schon beinahe als verlustfrei bezeichnet werden und wird somit im PC-Bereich lediglich vom Konkurrenten Fraps (hauchdünn) geschlagen, dies ist aber Prinzip-bedingt (Fraps zeichnet schliesslich in unkomprimierten Rohdaten auf, die wiederum gigantische Datenmengen verschlingen).

Die Elgato-Box hat gegenüber Fraps aber den deutlichen Vorteil, daß man für das Aufnehmen der Videos keinen High-End PC benötigt da der eigentliche Encoding-Vorgang (das Codieren des Videos in ein Format wie h.264) von der Box selbst übernommen wird und nicht vom PC/Mac. Deshalb reicht für das Aufnehmen von 1080p-Videos bereits eine flotte Dual-Core CPU mit 4GB RAM aus (entspricht zB. in etwa einem 13″ Macbook Pro aus dem Jahr 2010) ohne daß der Aufnahme-Vorgang ins Stocken geraten würde. Für flüssige 1080p-Aufnahmen eines PC-Spiel mit Fraps braucht man dagegen mal eben einen PC mit flotter Quad-Core CPU mit mindestens 8GB RAM und einer äußerst potenten Grafikkarte.
 
 
Verfügbarkeit und Preis:
Die Elgato Game Capture HD ist für 150-180 EUR im Handel erhältlich, zum einen in Elektromärkten und Spiele-Shops, aber auch bei Amazon.de.

 

Fazit:

Unter dem Strich bleibt also eine, preislich zwar durchaus gehobene, aber gleichzeitig in allen Leistungs- und Feature-relevanten Bereichen überragende und auf ganzer Linie überzeugende Capture-Box, die sich somit auch gleich die Krone aufsetzt bei den externen Capture-Boxen für die Aufzeichnung von HD-Material der aktuellen Konsolengeneration (PS3, XBOX360, Wii) und von PC-Spielen (Fraps ist eine Software, keine Hardware). Wer die circa 150 EUR für die Elgato Game Capture HD aufbringen kann, wird den Kauf sicherlich nicht bereuen.

Andere, externe Capture-Boxen, Capture-Karten oder Capture-Softwares mögen günstiger sein, die Kombination aus exzellenter Bildqualität, sinnvollen (LetsPlay-relevanten) Features, einer stabilen und einfach zu bedienenden Software, dem Ausbleiben eines (in dem Bereich als fast schon normal empfundenen) Kabelsalates und überhaupt die gesamte Zügigkeit und Lockerheit, mit der man hier zum gewünschten Ergebnis kommt, ist im Bereich der Game Capture-Devices einzigartig und macht die Elgato Game Capture HD zu unserer ganz klaren Kaufempfehlung für ambitionierte Lets-Player, aber auch generell für Leute, die auf bestmögliche Art und Weise (nicht HDCP-geschütztes) HD-Material aufnehmen/capturen möchten.”

Positiv:

Negativ:

+ Sehr gutes Gerät, das zum Betrieb keinen High-End PC benötigt

+ Optional gleichzeitige Aufnahme eines Kommentars

+ Optional gleichzeitiges Streamen des Spielgeschehens via Twitch.tv

+ Überragende Bildqualität

+ Installation und Bedienung gelingt schnell und intuitiv

+ Kein Kabelsalat (HDMI- und Adapter-Kabel statt voluminöser YUV-Standard-Kabel)

+ Zuverlässige, Bug-freie Software

+ Hohe Mobilität (kompakte Maße, wenige Kabel notwendig für den Betrieb)

- relativ hoher Preis

- erfordert zum Betrieb einen Computer (ist in dem Bereich aber die Regel und führt auch zu mehr Möglichkeiten bei der Software und der Weiterverarbeitung/Bereitstellung der Aufnahmen)

 

Elgato Game Capture HD – Bildergalerie:

 

 
 
 

Die Features und Besonderheiten der Elgato Game Capture HD noch einmal auf einen Blick:

 

  • kein Netzteil: Strom wird über USB vom PC/Mac bezogen
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  • sehr gute Verarbeitung und Top-Ausstattung (alle für den Betrieb notwendigen Kabel sind im Lieferumfang enthalten)
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  • keine richtige Anleitung und keine Software in der Packung enthalten, dies ist aber halb so wild: Eine Anleitung ist nicht wirklich notwendig und falls doch, findet man alles Wichtige auf der Elgato-Website. Dort findet man ebenfalls die für den Betrieb notwendige Software, welche rund 100MB groß ist.
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  • Die Vermeidung der standardmässigen YUV-Kabel (und Verwendung der mitgelieferten (Adapter)Kabel) führt zu einem praktisch kompletten Ausbleiben des sonst üblichen Kabelsalats (bei anderen Game Capture-Devices sieht das ganz anders aus)
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  • der (je nach Hardware-Konfiguration) 3-8 Sekunden betragende Lag über USB ist völlig normal ist bei einer USB 2.0 Device. Das (durchgeschleifte) HDMI-Signal (welches dann weiterhin ganz normal auf dem Fernseher dargestellt wird) weist keinerlei Lag auf und beeinträchtigt somit auch nicht das eigentliche Spielerlebnis.
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  • Software ist stabil, zuverlässig und bug-frei, reagiert schnell und ist einfach zu bedienen
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  • Einstellen von Videoformat ist denkbar einfach. Die zur Verfügung stehenden Auflösungen sind: 360p, 480p, 576p, 720p, 1080i und 1080p
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  • Die Bildqualität der Aufnahmen ist überragend und quasi verlustfrei und toppt somit die bisherige Referenz Hauppauge HD-PVR noch einmal deutlich
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  • zur Aufnahme wird auf jeden Fall ein Computer benötigt (PC oder Mac). Dieser muss allerdings kein Rechenmonster sein da das Encoding vom Elgato Game Capture selbst übernommen wird. Dies ist ein klarer Vorteil gegenüber reinen Software-Lösungen wie Fraps, welche für die Aufnahme von 1080p-Videos nicht nur extrem viel Rechenleistung, sondern auch sehr viel Speicherplatz benötigen.
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  • Manuell einstellbarer HDMI-Farbraum (Standard oder erweitert) damit das Bild korrekt dargestellt wird und der Schwarzwert ideal ist
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  • Die Software ermöglicht das parallele Einbinden eines LetsPlay-Kommentars mit Hilfe eines am PC angeschlossenen (NICHT mitgelieferten) Mikrofons
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  • Einbindung der Spielevideo-Streaming-Plattform Twitch.tv für das parallele Sreamen der aufgenommenen Spiele-Videos
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  • Die eigentlichen Captures liegen in einem TS-Container Format vor. Nach Abschluss des Capture-Vorgangs kann das Video aber auch automatisch in ein MP4-Container-Format umgewandelt werden.
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  • Nach Beenden der Aufnahme kann das Video direkt für einen oder mehrere Video-Dienste (Youtube etc.) bereitgestellt/hochgeladen werden.
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  • Nach Beenden der Aufnahme kann das Video im Software-internen Bearbeitungsmodus geschnitten und bearbeitet werden.
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  • Das Einbinden eines Wasserzeichen oder Logos ist Software-seitig leider nicht möglich. Dafür muss man auf eine andere Software ausweichen (zB Windows Movie Maker im PC-Sektor oder iMovie im Mac-Bereich bei den kostenfreien bzw. vergleichsweise günstigen Programmen, alternativ natürlich auch Final Cut oder Premiere Pro bei den Profi-Tools)
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  • Capturing von iDevices (iPhone, iPad) auch möglich via entsprechendem Apple HDMI-Adapter
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  • Capturing von PC-Spielen/PC-Desktops auch möglich (auch mit nur einem Monitor dank Durchschleifen des Signals) mit einer Grafikkarte mit insgesamt mindestens 2 Ausgängen, von denen mindestens einer HDMI sein muss (damit auch der Ton mit an Bord ist; über DVI (bzw. über ein DVI-> HDMI-Adapterkabel) wird ja bekanntlich nur das Bild, aber kein Ton übertragen.

Leser Kommentare (1)

  1. Gameflo 1. Juni 2013 um 15:32

    Hab mir die Elgato auch vor kurzem geholt und kann nur Positives berichten! Vorher hatte ich die alte Hauppauge HD PVR und die ließ einen öfter mal im Stich und es ist mir nicht nur einmal passiert, daß auf einmal die ganze Aufnahme futsch war oder total asynchron… Mit der Elgato-Box bisher noch null Probleme in der Richtung gehabt, PLUS viel weniger Kabelgewirr!!!

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